Gaspreise steigen

Anhaltend hohe Beschaffungspreise und Umlagen sorgen für Anstieg der HNVG-Gastarife

Versorger passt Preise zum 1. November 2022 an
Aufgrund der anhaltend hohen Gasbeschaffungskosten und der Erhebung neuer Umlagen auf den Gaspreis wird die Heilbronner Versorgungs GmbH (HNVG) den Verbrauchspreis in der Grundversorgung zum 1. November 2022 um netto 9,02 Cent/Kilowattstunde (ct/kWh) anpassen.
Mit der Mehrwertsteuersenkung zum 1. Oktober von 19 Prozent auf 7 Prozent liegt die Erhöhung des Bruttopreises bei 8,37 ct/kWh bzw. 66 Prozent.
Bereits seit April letzten Jahres waren die Erdgaspreise bis zum Herbst 2021 auf ein historisch hohes Niveau gestiegen. „Damals gingen wir wie viele andere Experten davon aus, dass sich die Beschaffungspreise im Laufe des Jahres 2022 wieder auf ein Normalmaß einpendeln würden und wir die Gaspreise dann auch entsprechend wieder für unsere Kunden senken könnten“, sagt HNVG-Geschäftsführer Frank Schupp. „Doch der Angriffskrieg und Verknappungen der Gaslieferungen aus Russland haben zu einem noch extremeren Anstieg der Gaspreise auf dem Weltmarkt geführt.”
Die Erhöhung des Arbeitspreises bedeutet eine Mehrbelastung von ca. 125 Euro pro Monat für einen Vier-Personenhaushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 18.000 kWh Gas jährlich.
Um hohe Nachzahlungen für die Kunden zu vermeiden, passt die HNVG die Abschläge gemäß § 13 Abs. 2 der Gasgrundversorgungsverordnung mit dem Novemberabschlag an.

Alle Kunden werden aktuell per Post informiert.
„Es sind extrem herausfordernde Zeiten für uns alle. Für die Menschen in unserem Land, für die Unternehmen, die Energieversorger, die Kommunen, die Bundesregierung“, betont HNVG-Geschäftsführer Frank Schupp.
„Uns treffen die hohen Beschaffungspreise ebenso wie unsere Kundinnen und Kunden. Wir haben ab 01.11. die für das Jahr 2023 weitaus höheren Beschaffungspreise gestreckt, um die Anpassung abzufedern und zum 1. Januar nicht erneut erhöhen zu müssen.“
Weitere Anpassungen im Jahresverlauf 2023 sind jedoch nicht auszuschließen. „Es ist gesetzmäßig vorgesehen, dass die Umlagen quartalsweise angepasst werden“, erläutert Schupp. „Außerdem ist unser Absatz auch sehr temperaturabhängig. Ein extremer Anstieg des Gasabsatzes kann zu Nachbeschaffungen und damit zu höheren Energiepreisen führen.“

Ungenutzte Einsparpotenziale umsetzen

„Gas bzw. generell Energie zu sparen ist daher in vielerlei Hinsicht positiv“, erklärt Schupp.
Zum einen reduziere es natürlich die persönlichen Kosten. Außerdem könne der Energieanteil des Gaspreises im Jahr 2023 stabil gehalten werden, wenn keine außerordentlichen Nachbeschaffungen nötig wären.
Und vor allem unterstütze es die Abwendung einer Gasmangellage im Winter.
Auf den Kundenanschreiben sind daher auch die Einsparpotenziale aufgeführt, die ein Haushalt hat, wenn er ein Grad weniger heizt, ebenso wie weitere Tipps, um Energie zu sparen.

Separate Ersatzversorgung
Um Energieversorgern die Möglichkeit zu geben, zusätzliche Energiemengen kurzfristig über Börsenprodukte nachzubeschaffen, wurde mit der letzten Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes die Bindung des Preises der Ersatz- an die Grundversorgung aufgehoben.
In der Ersatzversorgung dürfen die Preise häufiger geändert werden: Jeweils zum ersten und fünfzehnten eines Monats können die Preise ohne Einhaltung einer Frist angepasst werden.
Auf der Internetseite http://www.hnvg.de/erdgas/grund-ersatzversorgung sind die Preise der letzten sechs Monate veröffentlicht.
Die Ersatzversorgung erfolgt maximal drei Monate lang. Für die Beendigung der Ersatzversorgung gibt es keine Kündigungsfrist.

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