EU-USA Handel

Die Einfuhren von US-Sojabohnen stiegen seit Juli 2017 um über 280 Prozent

Die Europäische Kommission hat heute (Mittwoch) die neuesten Zahlen über die EU-Einfuhren von Sojabohnen veröffentlicht, die einen Anstieg der Einfuhren von Sojabohnen aus den USA um 283 Prozent zeigen. Damit ist der Gesamtanteil der EU an den Einfuhren von US-Sojabohnen von 9 Prozent vor einem Jahr auf 37 Prozent gestiegen. Präsident Juncker hat einen zweimonatlichen Berichtsmechanismus über die Entwicklung des Handels mit Sojabohnen aus den USA in die EU eingeführt. Dies ist die erste konkrete Folgemaßnahme zu der in Washington zwischen Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump vereinbarten gemeinsamen Erklärung.

„Die Europäische Union kann mehr Sojabohnen aus den USA einführen, und zwar ab sofort“, sagte Präsident Juncker heute. „Davon profitieren sowohl die europäischen als auch die amerikanischen Bürgerinnen und Bürger.“ Phil Hogan, EU-Kommissar für Landwirtschaft, erklärte dazu: „Die Europäische Union und die Vereinigten Staaten sind langjährige Partner, wir können unsere Handelsbeziehungen aber noch weiter ausbauen. Wir haben uns bereit erklärt, mehr Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten einzuführen, und dies geschieht auch schon. Eine Zusammenarbeit bedeutet einen großen Gewinn für die europäischen und amerikanischen Landwirte.

In ihrer Gemeinsamen Erklärung vom 25. Juli kamen Präsident Juncker und Präsident Trump überein, dass die künftige Zusammenarbeit im Bereich des Handels zwar nicht die Landwirtschaft als solche umfassen wird, die EU und die USA jedoch auf eine Ausweitung des Handels mit Sojabohnen hinarbeiten werden. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Einfuhren von Sojabohnen aus den USA in die EU gestiegen sind:

– Im Vergleich zum Juli 2017 sind die EU-Einfuhren von Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten derzeit um 283 Prozent auf 360.000 Tonnen gestiegen;

– Bezogen auf die Gesamteinfuhren der EU an Sojabohnen liegt der Anteil der USA nun bei 37 Prozent, verglichen mit 9% im Juli 2017;

– Auch die Einfuhren von Sojamehl, die in den USA traditionell niedriger sind, nehmen zu: 185.000 Tonnen wurden im Juli 2018 importiert, ein Anstieg von 3.337 Prozent gegenüber Juli 2017;

Die EU braucht Soja in Europa als Eiweißquelle für die Ernährung der Tiere, wie Hühnern, Schweinen und Rindern, sowie für die Milchproduktion. Die EU importiert derzeit etwa 30 Millionen Tonnen pro Jahr, weil sie nicht genügend Mengen produzieren kann. Die US-Preise für Sojabohnen und Sojamehl sind derzeit die wettbewerbsfähigsten auf dem Markt und daher eine sehr attraktive Futteroption für europäische Importeure und Verbraucher.

Hintergrund

Der heutige Bericht ist der erste der zweimonatlichen Beiträge der Kommission an die von den Präsidenten Juncker und Trump bei ihrem Treffen am 25. Juli in Washington eingesetzte Exekutiv-Arbeitsgruppe. Die „Executive Working Group“ hat diese Woche ihre Arbeit aufgenommen, wobei die leitenden Berater von Präsident Juncker und Präsident Trump in regelmäßigem Kontakt stehen, um herauszufinden, wie die Gemeinsame Erklärung am besten umgesetzt werden kann. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström leitet die Arbeit auf EU-Seite und wird dem EU-Ministerrat und dem Europäischen Parlament regelmäßig darüber berichten.

Die zweimonatliche Berichterstattung über die EU-Einfuhren von Sojabohnen wird Informationen über das Volumen der Einfuhren aus den USA, den Anteil der US-Sojabohnen an den Gesamteinfuhren, die Entwicklung des US-Anteils und die Preisentwicklung enthalten. Die in dem heute veröffentlichten Bericht über Sojabohnen enthaltenen Daten stammen von der „EU Crops Market Observatory“, die die Europäische Kommission im Juli 2017 eingerichtet hat, um Marktdaten und kurzfristige Analysen auszutauschen und mehr Transparenz zu gewährleisten.

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