Streetscooter der Post fährt allen davon

Elektromobilität

von Patrick Wagner,

Elektroautos sind nicht nur in aller Munde sondern auch zunehmend auf deutschen Straßen unterwegs. Neben Tesla, dem Vorreiter in Sachen emissionsfreie Mobilität, haben mittlerweile fast alle großen Hersteller ein paar Modelle für den Privatgebrauch in ihrer Produktpalette, die ganz ohne Verbrennungsmotor auskommen.

Im Güterverkehr sieht es zwar noch anders aus, doch auch hier stehen die Zeiger auf Elektrifizierung. Im November 2017 stellte Elon Musk sein Konzept für einen E-Truck vor: rund 800 Kilometer Reichweite bei einer Ladung von 40 Tonnen. Kurz darauf kündigten auch Volvo, MAN und Daimler an, entsprechende Schlepper auf den Markt zu bringen. Während die großen Hersteller noch mit Presseterminen und Kick-Offs beschäftigt sind, schafft ausgerechnet die Deutsche Post – zugegebenermaßen in sehr kleinem Rahmen – das, wovon die großen im Geschäft noch träumen. Mangels Alternativen beschloss der Paketzusteller kurzerhand selbst unter die Autoproduzenten zu gehen und in Zusammenarbeit mit der Aachener Firma Streetscooter, eigene elektrobetriebene Zustellfahrzeuge zu produzieren. Das Konzept funktionierte so gut, dass der Streetscooter Work mittlerweile in fünf Ausführungen existiert und sogar in den Schaufenstern ausgewählter Ford Händler steht.

Wie die Grafik zeigt, steigt die Anzahl der der elektrobetriebenen Lastkraftwagen seit 2012 rapide an. Zwar bleibt die Menge der Fahrzeuge mit einer Nutzlast von über 1000 Kilogramm beinahe statisch, doch in der Klasse bis 999 Kilogramm, scheinen die E-LKWs ihren perfekten Einsatzort gefunden zu haben. Vergleicht man den Bestand mit den jährlichen Neuzulassungen des Streetscooters der Deutschen Post, erkennt man, wer den Markt in Deutschland dominiert – obgleich der Postlaster bisher noch hauptsächlich von der Post selbst angekauft wird.

Infografik: Streetscooter der Post fährt allen davon | Statista
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